Medienworkshop für unsere „Großen“

Am 12. und 26. Januar durften wir Frau Gartner von der PI Dillingen an unserer Schule begrüßen. Dabei durften unsere Dritt – und Viertklässler/innen einen spannenden Vortrag über die Gefahren im Umgang mit Internet und Smartphone hören. Eine kurze Umfragerunde zu Beginn zeigte, dass viele unserer Grundschüler bereits (teils ohne Grenzen und Kontrolle) im Internet unterwegs sind und ein eigenes Smartphone besitzen.

Frau Gartner startete mit einer kleinen Daumenregel zur Bildschirmzeit in ihren Vortrag: 10 Minuten pro Lebensjahr pro Tag oder 1 Stunde pro Lebensjahr pro Woche. Außerdem wies sie auf einen Mediennutzungsvertrag hin, den die Kinder mit Ihren Eltern abschließen könnten. Dieser findet sich in der Broschüre, die den Kindern ausgeteilt wurde.

Die bekannteste und am häufigsten genutzte App – WhatsApp – war natürlich allen Kindern bekannt. Die Kriminalpolizistin erklärte den Schülerinnen und Schülern, welche Daten es geheim zu halten gilt, welche Nachrichten man ernst nehmen darf und welche nicht, welche Bilder man verschicken/weiterleiten darf und was zu tun ist, wenn sich fremde Personen melden. Sie meinte, jeder sollte (mindestens) drei Personen haben, denen man sich in solchen Situationen anvertrauen kann. Den Kindern fielen dabei sofort die Eltern, enge Freunde, Lehrerinnen oder ähnliche Vertrauenspersonen ein. Frau Gartner betonte besonders, dass es sich dabei nicht um Petzen handelt!

Spannend waren auch die Bilder, die nun gezeigt wurden. Dabei musste man entscheiden, ob sie KI – generiert oder echt sind. Dies ist ohne tiefes fachliches Wissen kaum zu unterscheiden.

Als nun Bilder von Serien bzw. Computerspielen zu sehen waren und gleich etliche Kinder diese namentlich benennen konnten, waren die Lehrkräfte mitunter sehr entsetzt. Es handelte sich dabei nämlich teilweise keineswegs um Kinderserien/-spiele. Frau Gartner ging auf die Altersbeschränkungen ein, die natürlich im Einzelfall nicht kontrolliert werden können, jedoch durchaus Sinn machen. Sie appellierte an die Kinder, an die eigene Gesundheit und Entwicklung zu denken, wobei da natürlich in besonderer Weise die Eltern gefragt sind.

Abschließend streifte die Kriminalpolizistin noch die Themen Cybermobbing, Kindersuchmaschinen (Google ist nicht für Kinder gemacht.) und Falschnachrichten und erinnerte die Kinder daran, stets vorsichtig zu sein.

Unterm Strich waren diese 90 Minuten goldwert und – auch wenn man es kaum glauben kann – in der Grundschule richtig angesiedelt. Wir sagen herzlichen Dank für die kurzweilige und kindgerechte Aufbereitung des so wichtigen Themas!